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Bild: Die restaurierte Kuppel von St. Ursula

St. Ursula ist eine bedeutende romanische Kirche in Köln, die der Heiligen Ursula geweiht ist.
Außerordentlich eindrucksvoll ist die seitlich der Vorhalle gelegene „Goldene Kammer“.
Hier sind viele Reliquienbüsten aus der Zeit zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert aufgereiht
und hoch oben sind die Wände bis in die Deckengewölbe mit Mustern aus Knochen geschmückt.
Bemerkenswert ist die den Ursprung der Basilika begleitende Legende um die Heilige Ursula.
Von ihr gibt es zahlreiche Variationen, deren wesentliche Elemente übereinstimmen.
Unter anderem verbinden sich in ihr Berichte über frühe Märtyrer-Jungfrauen und die Legende
der Pinnosa. Dem Kern der Legende nach soll Ursula mit elf Gefährtinnen rheinaufwärts unterwegs
gewesen sein. Aus diesen elf Jungfrauen werden dann im Laufe der Geschichte elftausend
(vielleicht vor dem Hintergrund der Skelettfunde im benachbarten römischen Gräberfeld und dem
im Mittelalter schwunghaften Reliquienhandel). Ihre Schiffsreise führt sie bis Basel, von wo aus
sie zu Fuß nach Rom pilgern. Der sie empfangende Papst Cyriakus schließt sich ihnen für die
Rückreise an. In Mainz wird Ursulas Bräutigam Aetherius schließlich getauft und von dort gelangt
die Gesellschaft zu dem von den Hunnen belagerten Köln. Da die Jungrauen die Ehe mit den
nichtchristlichen Hunnen verweigern werden sie und ihre Gefährten hingemordet.

Diese Legende hatte eine erhebliche Ausstrahlungskraft und die in der Basilika verehrten
Reliquien verloren im religiösen Leben Kölns und der die Stadt besuchenden Pilger erst
dann ihre Vorrangstellung als die Gebeine der „Heiligen drei Könige“ von Mailand nach Köln
überführt wurden. Beide Heiligenverehrungen waren bildgebend für das Kölner Wappen.
Die drei Kronen im oberen Feld symbolisieren die Drei Könige, elf Flammen stehen stellvertretend
für die elf Märtyrerinnen der Ursula-Legende. Neben den Heiligen Drei Königen und St. Gereon war
St. Ursula Stadtpatronin Kölns.

Quelle: Eigener Text, teils www.wikipedia.org